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Unsere Forschungen

Die OASF

Die hier präsentierten Forschungsprojekte sind auf Basis der theoretische Grundlage der Eos‑Denkschule entwickelt worden. Dieser Bereich orientiert sich bewusst an wissenschaftlichen Standards und ist daher in einer entsprechend präzisen und formalen Tonalität gehalten.

​Für einen zugänglicheren, praxisorientierten Einstieg empfehlen wir die Seite „Module für Autor*innen“, auf der die Inhalte in einer weniger formalen Sprache aufbereitet sind.

Ontologisch-Anthropologische Strukturforschung (OASF)

Ein Forschungsprogramm zur Entwicklung einer einheitlichen Ontologie lebender Systeme

Die OASF umfasst mehrere miteinander verbundene Theorien, die gemeinsam eine konsistente Grundlage für eine einheitliche Strukturforschung bilden. Ziel ist es, nach Edmund Husserls Ansatz eine regionale Ontologie für lebende Systeme (Menschen, Tiere, Organismen und Ökosysteme) zu entwickeln.

Damit eröffnen wir neue Zugänge zu Fragen der Emergenz, zu strukturellen Unterschieden zwischen Lebenswelten und zu den Zusammenhängen, die diese Systeme tragen. Die OASF soll sowohl die wissenschaftliche Diskussion erweitern als auch Erkenntnisse bereitstellen, die Menschen zu mehr Wohlbefinden und einem gelingenden Leben führen können.

 

Ganz im ursprünglichen Sinn der Eudaimonia.

Eudaimonia als Strukturmodell

01/2026       Eos-Denkschule          Von: Jasmin Bleiholder

Untertitel:

Eine phänomenologische Struktur von Eudaimonia im Zusammenhang mit Sinn, zwischen Immanenz und Transzendenz

Diese Arbeit entwickelt ein formal‑ontologisches Strukturmodell der Eudaimonia als intentionalem Gelingensmodus des Lebensvollzugs.

Eudaimonia wird als emergente Strukturklasse innerhalb der regionalen Ontologie gefasst, die aus der dynamischen Wechselwirkung dreier konstitutiver Variablen hervorgeht: Energie als Vollzugskraft der Sinnkonstitution, Resonanz als responsiver Weltbezug, und Friktion als Widerstand im Selbst‑Welt‑Verhältnis. Die Interaktion dieser Variablen wird durch eine Modulationsfunktion beschrieben, die zeigt, wie Resonanz Friktion transformiert und wie Energie den Vollzug stabilisiert oder destabilisiert.

 

Das Modell verbindet phänomenologische Grundbegriffe mit formaler Systemtheorie und ermöglicht eine mathematisch präzisierbare Darstellung von Gelingens‑ und Misslingensmodi des Lebensvollzugs.

Der ontologische Resonanzkern 

01/2026       Eos-Denkschule          Von: Jasmin Bleiholder

Untertitel: 
Der ontologische Resonanzkern menschlicher Sinnstruktur zwischen Immanenz und Transzendenz 

Anhand der Forschungen an dem Eudaimonia Strukturmodell kam die Frage auf, welche zugrundeliegende Struktur der Ursprung menschlichen Strebens zu einem gelingenden Leben enthält.

Der ontologische Resonanzkern ist Gegenstand dieser Fragestellung.

Das wiederkehrende menschliche Streben nach Selbstverwirklichung legt die Hypothese nahe, dass dem Streben eine tiefere ontologische Grundstruktur zugrunde liegt.

Diese tiefere ontologische Grundstruktur wird in dieser Theorie als ontologischer Resonanzkern bezeichnet: Er wird als vorgängige Struktur hypothetisiert, die sich im biografischen Leben ausprägt und sichtbar wird. Der Resonanzkern selbst wird als präreflexiv und präbiografisch verortet.

Somit ist der Resonanzkern konzeptionell anschlussfähig zu Husserls passiver Genesis, Urstiftung und der präreflexiven Intentionalität.

Diese Theorie ist vorerst rein diskursiv.

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Archetypenstrukturmodell

01/2026       Eos-Denkschule          Von: Jasmin Bleiholder

Untertitel:
Ein potenziell operationalisierbares Archetypenmodell, anthropologisch-ontologischer Grundkräfte

Dieses Modell betrachtet Archetypen als ontologische Grundkräfte, die in jedem Menschen vorhanden sind. Hierbei werden Archetypen nicht als Rollen oder Symbole erfasst, sondern als Kräfte die im Menschen vorhanden sind. Diese Kräfte werden in eine 2x2 Matrix unterteilt und in vier Quadranten aufgeteilt: Richtung, Wirkung, Bindung und Identität. Somit werden alle vier Fragen abgedeckt, an denen sich Menschen orientieren:

Wer bin ich? (Identität)
Wohin gehe ich? (Richtung)
Was bewirke ich? (Wirkung)

Woran halte ich mich? (Bindung)

Es geht daher nicht um psychologische oder symbolische Einteilungen, sondern um ontologische Definitionen. 

 

Das Ziel ist es Archetypen als funktionale Kräfte zu betrachten und somit neue Modelle für die Organisationswissenschaften, Erweiterung der Archetypen nach C. G. Jung, herausheben der Archetypen aus dem symbolischen Raum und neue Methoden für narrative Modelle die unter anderem für die Literaturwissenschaften gleichermaßen relevant sein können.

Eine strukturtheoretische Zeitontologie

01/2026       Eos-Denkschule          Von: Jasmin Bleiholder

Untertitel:
Restruktive Zeitkausalität

Begriffsdefinition:
Restruktiv (adj.) Bezeichnet die rekursive, strukturverändernde Wirkung eines Erkenntnisimpulses auf die Zeitstruktur. Die restruktive Dynamik beschreibt, wie die Gegenwart semantisch die Vergangenheit und Zukunft umformt; nicht linear, sondern interferent und feldbasiert.

Die restruktive Zeitkausalität ist eine ontologische Theorie zum subjektiven empfinden des Zeiterlebnisses. Es ist strukturell anschlussfähig an E. Husserls Theorie zur Retention/Protention. 

Das Modell sagt: Wenn wir in der Gegenwart eine Erkenntnis haben (als Beispiel, um den Gedankengang zu veranschaulichen) erleben wir die Vergangenheit nicht mehr linear rekursiv, sondern die Struktur unserer eigenen Vergangenheit ändert sich durch die Erkenntnis aus der Gegenwart und bekommt eine neue Bedeutung.

 

Ein Beispiel: Jemand bekommt eine ADHS-Diagnose im Jahr 2019. Dadurch verändert sich sein Blick auf die Vergangenheit nicht rekursiv allein, sondern strukturiert sich neu. Er ist nicht mehr „faul“ oder „unkonzentriert“ sondern hat eine Diagnose, die ihm zeigt, dass er eine andere kognitive Struktur hat. Somit erlebt er die Vergangenheit nicht als reine Erinnerung, sondern als rekursive Umstrukturierung aus der Gegenwart heraus = restruktiv (näheres in der Begriffserklärung)

Das Ziel ist es ein feldbasiertes und formalisiertes Modell zu entwickeln, dass subjektives Zeitempfinden als dynamisches System zeigt.

Einordnung und Abgrenzung

Unser Forschungsprogramm zielt auf die formale Modellierung von Eudaimonia und verwandten Strukturen lebender Systeme. Ob dies möglich ist, bleibt Gegenstand laufender Untersuchungen. Methodisch orientieren wir uns an Edmund Husserls Konzept der Mathesis universalis. Wir arbeiten mit Vektorfeldern, Tensorfeldern zweiter Ordnung und simulationsbasierten Verfahren.

Die Veröffentlichung der zugrundeliegenden Formalisierungen erfolgt nach Prüfung durch ein unabhängiges Ethikgremium. Daher sind einige Begriffe auf dieser Seite noch nicht vollständig ausgeführt.

Unsere Arbeit grenzt sich klar von esoterischen Ansätzen ab.

 

Es handelt sich um ein Modellierungsprogramm, dass als methodische Grundlage die Phänomenologie  nach Husserl nutzt. 

Kontakt

Bei Interesse an einer Kooperation zur Validierung und Weiterentwicklung unserer Forschung (OASF), können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen. 

Sehr gerne nehmen wir Anfragen für Gastvorträge entgegen.

Sonnenuntergang über der Berghütte

„Jede Erfahrung hat ihre eigene Struktur.“

Edmund Husserl
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