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Unser Forschungsprogramm

Die hier präsentierten Forschungsprojekte bilden die theoretische Grundlage der Eos‑Denkschule. Dieser Bereich orientiert sich bewusst an wissenschaftlichen Standards und ist daher in einer entsprechend präzisen und formalen Tonalität gehalten.

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​Für einen zugänglicheren, praxisorientierten Einstieg empfehlen wir die Seite „Module für Autor*innen“, auf der die Inhalte in einer weniger formalen Sprache aufbereitet sind.


Auf dieser Seite finden Sie zudem die Abstracts zu den einzelnen Forschungsprojekten, die einen ersten Überblick über Fragestellung, Methodik und theoretische Einordnung bieten.

Willkommen in der Eos-Denkschule

Die hier vorgestellten Forschungsprojekte bilden den theoretischen Hintergrund der Eos‑Denkschule. Sie sind inhaltlich so konzipiert, dass sie an bestehende wissenschaftliche Diskurse anschlussfähig sind. Insbesondere in den Bereichen Philosophie, Psychologie, Kulturwissenschaft, Systemtheorie und Anthropologie.
Gleichzeitig handelt es sich um unabhängige Forschungsarbeiten, die außerhalb institutioneller Strukturen entstanden sind. Weder die Denkschule noch ihre Gründerin verfügen über akademische Titel; die Projekte sind das Ergebnis freier, eigenständiger Forschung, die über mehrere Jahre hinweg entwickelt, erprobt und theoretisch konsolidiert wurde.
Unser Anspruch besteht darin, komplexe Zusammenhänge präzise, nachvollziehbar und interdisziplinär zu erschließen. Die Forschungsprojekte verstehen sich daher als Brücke zwischen wissenschaftlicher Anschlussfähigkeit und kreativer, unabhängiger Theoriearbeit. Sie sollen sowohl Orientierung bieten als auch zur kritischen Auseinandersetzung einladen.

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Die detaillierte formale Struktur sowie die interne Operationalisierung der Modelle werden aus Gründen der wissenschaftlichen Sorgfalt und ethischen Verantwortung zurückgehalten, bis eine externe Prüfung durch Fachstellen möglich ist.

Ontologisch‑Anthropologische Strukturforschung (OASF)
Untertitel: Eudaimonia als dynamische Resonanzbeziehung.

Die ontologisch‑anthropologische Strukturforschung untersucht die grundlegenden Muster menschlicher Sinnbildung, Selbstentfaltung und Resonanz. Im Zentrum steht das Eudaimonia‑Strukturmodell, das Energie, Resonanz und Schmerz als dynamische Variablen eines formalisierbaren Sinnsystems beschreibt.

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Auf dieser Grundlage entwickelt die Forschung eine ontologische Tiefenstruktur des Menschseins (den ontologischen Resonanzkern), sowie ein darauf aufbauendes existenziell‑ontologisches Argument, das die strukturelle Verbindung zwischen Immanenz und Transzendenz sichtbar macht.

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Ergänzend dazu bietet das Archetypenmodell anthropologisch‑ontologischer Grundkräfte eine narrative und tensorielle Operationalisierung, die symbolische, psychologische und systemische Dynamiken formal beschreibbar macht.

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Die Forschungsrichtung verbindet philosophische Anthropologie, Ontologie, Psychologie, Systemtheorie und narrative Strukturmodelle zu einem kohärenten theoretischen Rahmen. Sie versteht sich als offenes, interdisziplinäres Projekt, das zur Diskussion, Weiterentwicklung und wissenschaftlichen Prüfung einlädt.

Eudaimonia als Strukturmodell

01/2026       Eos-Denkschule          Von: Jasmin Bleiholder
Untertitel:
Eine phänomenologische Struktur von Eudaimonia im Zusammenhang mit Sinn, zwischen Immanenz und Transzendenz

Abstract:


Diese Arbeit entwickelt ein eigenständiges, formalisierten Strukturmodell menschlicher Eudaimonia, das Energie, Resonanz und Schmerz als interagierende Grundvariablen eines dynamischen Sinnsystems beschreibt. Aufbauend auf einer interdisziplinären Synthese aus aristotelischer Eudaimonia‑Ethik, Jungs Konzept des Selbst, moderner Resonanztheorie (Rosa) sowie systemtheoretischen Ansätzen wird ein mathematischer Rahmen eingeführt, der Eudaimonia als emergentes Phänomen der Wechselwirkung dieser drei Variablen modelliert.
Das Modell operationalisiert Energie als Zusammenspiel von Glaube (nicht zwingend religiös, sondern Bsp. Glaube an sich selber), Handlung, Sinn und Zukunftsorientierung; Resonanz als Fähigkeit zu Bindung, responsiver Weltbeziehung und affektiver Verbundenheit; sowie Schmerz als Belastung, Widerstand oder existenzielle Friktion. Die Interaktion dieser Variablen wird durch eine Modulationsfunktion beschrieben, die aufzeigt, wie Resonanz Schmerz transformieren oder abschwächen kann und wie Energie je nach Konstellation verstärkt, gedämpft oder destruktiv umgelenkt wird.
Die resultierende Struktur ermöglicht eine theoretisch fundierte, potenziell mathematisch präzisierbare Beschreibung zentraler psychologischer und existenzieller Zustände wie Burnout, destruktive Verhaltensmuster, Transformation, Depression und Eudaimonia. Das Modell legt nahe, dass Eudaimonia nicht primär durch die Maximierung positiver Zustände entsteht, sondern durch die Fähigkeit eines Systems, Schmerz resonant zu integrieren und Energie sinnvoll zu modulieren.
Die Arbeit schlägt damit eine Brücke zwischen philosophischer Anthropologie, Ontologie, psychologischer Dynamik und mathematischer Systemtheorie. Sie bietet ein theoretisches Fundament, das sowohl für akademische Forschung als auch für angewandte Bereiche wie Psychologie, Pädagogik, Coaching und narrative Strukturmodelle relevant ist. Die Gleichung wurde im Rahmen der theoretischen Modellierung mit synthetischen Datensätzen getestet und zeigte konsistente, erwartungskonforme Ergebnisse. Eine empirische Validierung ist Gegenstand zukünftiger Forschung.

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Archetypen-Strukturmodell

01/2026          Eos-Denkschule          Von: Jasmin Bleiholder

Untertitel:

Ein potenziell operationalisierbares Archetypenmodell, anthropologisch-ontologischer Grundkräfte.

Operationalisierung auf Basis des Eudaimonia Strukturmodells.
 

Abstract:

Das vorliegende Modell entwickelt eine formal beschreibbare Struktur archetypischer Grundkräfte, die auf einer 2×2‑Matrix aus Innen/Außen sowie Stabilität/Dynamik basiert. Diese Matrix dient als theoretische Grundarchitektur, aus der sich eine Vielzahl archetypischer Konfigurationen ableiten lässt. Zur exemplarischen Veranschaulichung werden zwei Archetypenfamilien vertieft dargestellt: der Morgenstern als energieerzeugende, impulsgebende Kraft und der Hüter als stabilisierende, bedeutungsmodulierende Instanz. Diese Beispiele stehen stellvertretend für ein breiteres Spektrum möglicher Archetypen, das innerhalb des Modells systematisch erschlossen werden kann.

Die archetypischen Kräfte werden nicht nur qualitativ beschrieben, sondern zusätzlich durch mathematische und tensorielle Strukturen formalisiert, die ihre Dynamik, Interaktion und systemische Wirkung abbilden. Die Modellierung zeigt, wie unterschiedliche archetypische Konstellationen kohärente Entwicklungsverläufe ermöglichen oder  (im Falle von Dysbalancen) charakteristische Schatten und Kompensationsbewegungen hervorrufen. Ein internes mathematisches Verfahren setzt hierfür Energie, Bedeutung und Stabilität in relationale Strukturen, die eine potenzielle Operationalisierung erlauben.

Das Framework wurde primär als narrativ‑strukturelles Werkzeug entwickelt, weist jedoch Anschlussfähigkeit für systemische, semantische und interdisziplinäre Forschung auf. Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf einer offenen Testphase, der Einholung von Rückmeldungen aus Fachkreisen sowie der Vorbereitung einer möglichen wissenschaftlichen Prüfung durch Hochschulen oder Forschungspartner. Die Darstellung versteht sich als Einladung zur Diskussion über theoretische Fundierung, Struktur und zukünftige Forschungsansätze.

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Der ontologische Resonanzkern als Strukturmodell

01/2026     Eos-Denkschule     Von: Jasmin Bleiholder
Teil 1:

Der ontologische Resonanzkern menschlicher Sinnstruktur zwischen Immanenz und Transzendenz 

Abstract:

Der ontologische Resonanzkern bezeichnet eine prä‑soziale, prä‑biografische und nicht‑materielle Grundstruktur des Menschseins, die als innerer Ursprung von Sinn, Motivation und schöpferischer Potenz verstanden wird. Dieser Kern fungiert als anthropologisch‑ontologische Urstruktur, aus der Richtung, Identität und existenzielle Kohärenz hervorgehen. Er erklärt, warum Menschen nicht nur überleben, sondern gestalten, verbinden und Bedeutung hervorbringen.

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Im Eudaimonia‑Modell bildet der Resonanzkern die ontologische Grundlage der Variablen Energie (E), Resonanz/Liebe (L) und Schmerz (S). Eudaimonia entsteht, wenn ein Mensch in stimmiger Beziehung zu diesem inneren Ursprung lebt: wenn Energie aus ihm hervorgeht, Resonanz Schmerz transformiert und Sinn emergiert. Der Resonanzkern wird damit als nicht‑konstruiertes, sondern entdeckbares Moment persönlicher Sinnstruktur verstanden.

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Das Konzept ermöglicht eine theoretische Erklärung dafür, warum bestimmte Tätigkeiten intrinsisch bedeutsam erscheinen, warum Lebenswege als „gerufen“ erlebt werden und warum Glückseligkeit nicht als Zustand, sondern als dynamische Resonanzbeziehung verstanden werden muss. Der Resonanzkern bildet die tiefste Schicht des Modells, aus der psychologische, philosophische und mathematische Strukturen hervorgehen und in der sich menschliche Entwicklung, Sinnsuche und Selbstverwirklichung verbinden.

Teil 2:

Ein existenziell‑ontologisches Argument im Rahmen des Eudaimonia‑Modells

Abstract

Diese Arbeit entwickelt ein anthropologisch‑ontologisches Strukturargument, das aus dem Eudaimonia‑Modell hervorgeht und den sogenannten ontologischen Resonanzkern als prä‑biografische, prä‑soziale und nicht‑materielle Grundstruktur des Menschseins beschreibt. Dieser Kern fungiert als innerer Ursprung von Sinn, schöpferischer Potenz und existenzieller Ausrichtung. Er bildet die Grundlage dafür, dass Menschen nicht nur überleben, sondern gestalten, verbinden und Bedeutung hervorbringen.

Das Argument basiert auf der phänomenologischen Beobachtung, dass stabile Formen von Eudaimonia entstehen, wenn Individuen aus ihrem inneren Ursprung heraus handeln, ihre Schattenanteile integrieren und Resonanzbeziehungen aufbauen, die Schmerz transformieren und Energie modulieren. Der Resonanzkern wird dabei als ontologische Tiefenstruktur verstanden, die Identität, Kreativität und Selbstentfaltung ermöglicht und zugleich eine strukturelle Verbindung zwischen Immanenz und Transzendenz eröffnet.

Im Vergleich zu klassischen Konzepten wie Jungs Selbst, Eckharts Seelengrund, Maslows Selbstverwirklichung oder Frankls Sinnstruktur zeigt das Modell eine konsistente, formal beschreibbare Dynamik, in der Erschaffen als grundlegendes Prinzip menschlicher Sinnbildung erscheint. Aus dieser strukturellen Parallelität zwischen menschlicher Schöpfungskraft und traditionellen Beschreibungen eines transzendenten Ursprungs ergibt sich ein existenziell‑ontologisches Argument, das auf eine transzendente Grundstruktur im Menschen verweist.

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Das Modell versteht sich als Beitrag zur philosophischen Anthropologie, Existenzphilosophie und Sinnforschung und lädt zur Diskussion über seine theoretische Fundierung, Anschlussfähigkeit und mögliche Weiterentwicklung ein.

Strukturtheoretische Zeitontologie

01/2026     Eos-Denkschule     Von: Jasmin Bleiholder
Die restruktive Zeitkausalität

Abstract:

Dieses Projekt entwickelt eine strukturtheoretische Ontologie der Zeit, in der Zeit nicht als eindimensionale, linear gerichtete Größe verstanden wird, sondern als mehrschichtiges, dynamisches Feld mit internen Differenzierungen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass die Gegenwart nicht lediglich ein Übergangspunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft ist, sondern ein aktiver Krümmungsraum, in dem semantische, psychologische und erkenntnisbasierte Prozesse die Zeitstruktur restruktiv verändern.

Die Theorie modelliert Zeit als Vektorfeld mit drei Grundkomponenten (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) deren wechselseitige Beeinflussung durch ein semantisches Tensorfeld beschrieben wird. Erkenntnisereignisse wirken dabei als modulierende Impulse, die Bedeutungsstrukturen rekonfigurieren und Interferenzen erzeugen. Vergangenheit erscheint nicht als fixierter Speicher, sondern als rekonstruktive Struktur, die durch gegenwärtige semantische Krümmung neu geordnet wird; Zukunft ergibt sich als restruktive Ableitung aus dieser veränderten Vergangenheitsstruktur.

Die Modellierung nutzt mathematische Formen (etwa gaußförmige Krümmungsfunktionen, Tensorrelationen und Interferenzmuster) nicht im physikalischen Sinne, sondern als formale Analogien zur Beschreibung phänomenologischer und semantischer Dynamiken. Dadurch entsteht ein theoretischer Rahmen, der klassische Zeitkonzepte der Phänomenologie, narrative Identitätstheorien und strukturtheoretische Ansätze verbindet und zugleich eine präzise, formal anschlussfähige Sprache bereitstellt.

Die restruktive Zeitkausalität bildet das Fundament für weiterführende Feldmodelle, etwa zur Beschreibung von Eudaimonia, Burnout‑Dynamiken und anthropologischen Strukturprozessen. Das Projekt versteht sich als Beitrag zu einer zeitbezogenen Metaphysik, die phänomenologische, systemtheoretische und formale Perspektiven integriert, ohne naturwissenschaftliche Ansprüche zu erheben.

Methodik 

Die Ontologisch‑Anthropologische Strukturforschung (OASF) untersucht die strukturellen Bedingungen menschlicher Eudaimonia. Die Methodik verbindet phänomenologische Analyse, formale Modellierung und interdisziplinäre Synthese. Ausgangspunkt ist die präzise Beschreibung von Erlebensstrukturen, die für Glückseligkeit, Resonanzfähigkeit und innere Kohärenz relevant sind. Diese werden in einem mehrstufigen Verfahren erfasst:

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  • phänomenologische Strukturarbeit, die Muster von Energie, Resonanz und Schmerz als Grundvariablen menschlicher Eudaimonia sichtbar macht

  • formale Abstraktion, in der diese Variablen in mathematische und systemische Modelle überführt werden

  • dynamische Modellierung, die Wechselwirkungen zwischen Energie, Resonanz und Schmerz als modulare Prozesse beschreibt

  • narrative und archetypische Operationalisierung, um existenzielle Dynamiken, Entwicklungsverläufe und Schattenprozesse strukturiert erfassbar zu machen

  • interdisziplinäre Synthese, die Erkenntnisse aus Anthropologie, Ontologie, Psychologie, Systemtheorie und Kulturwissenschaft integriert
     

Die Methodik ist iterativ angelegt: Modelle werden theoretisch entwickelt, mit synthetischen Datensätzen getestet und anschließend für empirische Validierung vorbereitet. Ziel ist es, die Bedingungen zu verstehen, unter denen Menschen stabile Formen von Eudaimonia entwickeln – nicht als Zustand, sondern als dynamische Resonanzbeziehung zwischen innerem Ursprung, Weltbezug und existenzieller Handlungskraft.

Kontakt

Bei Interesse an einer Kooperation zur Validierung und Weiterentwicklung unserer Forschung (OASF), können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen. 

Sehr gerne nehmen wir Anfragen für Gastvorträge entgegen.

Sonnenuntergang über der Berghütte

„Jede Erfahrung hat ihre eigene Struktur.“

Edmund Husserl
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